Kaffeemaschinen(583)

Schwarz, heiß, stark: Das kann die perfekte Kaffeemaschine

Wenn morgens der unverwechselbare Duft von Kaffee in der Luft liegt, war sie am Werk: Die Kaffeemaschine ist für den Haushalt unverzichtbar und in zahlreichen Varianten erhältlich. Vom Vollautomaten, der vom Mahlen der Bohnen bis zum Milchschaum alles übernimmt, über klassische Filtermaschinen bis zur Siebträgermaschine für köstlichen Espresso reicht das breit aufgestellte Angebot. Hier erfährst Du alles zu den Unterschieden der verschiedenen Modelle und worauf Du beim Kauf achten solltest.

  1. Kaffeemaschinen: Diese Varianten gibt es
  2. Diese Funktionen sollte eine Kaffeemaschine haben
  3. Qualität und Komfort: Darauf kommt es an
  4. Viel- oder Gelegenheitstrinker: Welche Kaffeemaschine passt zu mir?
  5. Das Wichtigste zu Reinigung und Pflege
  6. Zubehör: So machst Du mehr aus Deiner Kaffeemaschine

1. Kaffeemaschinen: Diese Varianten gibt es

Die klassische Filterkaffeemaschine, bei der das bereits gemahlene Pulver mit heißem Wasser aus dem Wassertank übergossen und durch den Filter aufgebrüht wird, hat noch längst nicht ausgedient. Sie bekommt jedoch zunehmend Gesellschaft von zahlreichen weiteren Kaffemaschinen-Varianten. Dazu zählen:

Abhängig von der Haushaltsgröße und dem täglichen Kaffeekonsum kannst Du darüber hinaus aus zahlreichen Größen wählen. So sind Kaffeemaschinen vertreten, die genau eine Tasse brühen, etwa von WMF, Severin oder Fakir, und Vollautomaten mit extragroßem Wassertank und Bohnenbehälter.

Die Filterkaffeemaschine

Gemahlenes Kaffeemehl wird in einen Filter gegeben, das Wasser erhitzt und über eine Pumpe durch das Pulver geleitet. Dies geschieht ohne Druck – und so hat die Filtermaschine im Vergleich zu anderen Systemen vor allem einen Nachteil: Der Kaffee schmeckt oftmals weniger aromatisch, da Druck die Aromastoffe aus dem Pulver freisetzt.

Ein klassischer Kaffeevollautomat für den Hausgebrauch von De´Longhi.

Vollautomaten: So funktionieren sie

Ein Kaffeevollautomat übernimmt sämtliche Schritte der Kaffeezubereitung, inklusive Mahlen der Bohnen sowie Erhitzen und Leiten des Wassers über eine Pumpe in die Brühgruppe. Dort wird sie mit mehr oder wenigen hohem Druck durch das Kaffeepulver gepresst. Je höher der Druck, mit dem ein Kaffeevollautomat arbeitet, desto aromatischer wird der Kaffee. Optimal entfaltet sich das Aroma eines Espresso bei etwa acht Bar.

Kaffeevollautomaten verfügen in der Regel mindestens über acht, meist über zwölf, 15 oder mehr Bar. Der höhere Druck ist jedoch für das Aroma nicht mehr ausschlaggebend – hauptsache, er übersteigt acht Bar. Vorteilhaft ist der Druck hingegen für die Leistungsfähigkeit der Pumpe, die so dafür sorgt, dass die aromatischen Bestandteile schnell und schonend übertragen werden.

Kaffeevollautomaten sind in der Regel mit einer Vorrichtung zum Milchaufschäumen und Erhitzen ausgestattet. So kannst Du Dir Cappuccino, Latte Macchiato und Co. auf Knopfdruck zu Hause selbst zubereiten.

Pad- und Kapselmaschinen: Kaffee für Wenigtrinker

Pad-Maschinen wie die Senseo von Philips arbeiten ähnlich wie ein Vollautomat: Sie erhitzen das Wasser und drücken es durch den Kaffee, der sich hier allerdings in einem Pad befindet, der zunächst eingelegt werden muss. Pad-Maschinen arbeiten mit einem Druck von bis zu drei Bar, der Kaffee ist daher weniger aromatisch als aus einem Vollautomaten. Die Funktionsweise ähnelt der Pad-Maschine: Die Maschine erhitzt das Wasser und presst es durch den Kaffee in der Kapsel.

Siebträger-/ Espressomaschinen

Profi-Siebträgermaschine von Gastroback.

Die Siebträgermaschine wird zur Herstellung von aromatischem Espresso verwendet. Sie arbeitet halbautomatisch: Das Wasser aus dem Tank wird erhitzt und unter Druck durch das Espressopulver geleitet. Dieses wurde vom Nutzer zuvor in das Siebteil gegeben und festgedrückt. Der Druck wird nun per Hand durch einen Hebel erzeugt – manche Modelle arbeiten auch vollautomatisch.

2. Diese Funktionen sollte eine Kaffeemaschine haben

Pulver oder Bohnen hineingeben und Kaffee erhalten – so einfach funktioniert eine Kaffeemaschine. Und doch sollte sie über einige Funktionen verfügen, die die Bedienung komfortabler gestalten. Beim Vollautomaten sorgt eine herausnehmbare Brühgruppe für eine einfachere Reinigung. Eine Kapsel- oder Pad-Maschine ist auch mit integriertem Milchschäumer erhältlich. Bei der Filtermaschine verhindert eine Isolierkanne, dass der Kaffee lange auf einer Warmhalteplatte steht und bitter wird. Ein Timer ist am Morgen praktisch: Du kannst die Maschine beispielsweise so programmieren, dass der Kaffee fertig ist, wenn Du aus dem Bad kommst.

Tipp: Bei allen Maschinen gilt: Je höher die Leistung, desto heißer das Wasser und umso aromatischer der Kaffee – zudem läuft das Wasser schneller hindurch. Eine Kaffeemaschine sollte mindestens mit 800 Watt, besser mit 1.000 Watt, arbeiten.

3. Qualität und Komfort: Darauf kommt es an

Die Handhabung, die Qualität und Widerstandsfähigkeit der Bauteile sowie weitere Faktoren wie die Brühtemperatur oder die Verarbeitung werden von verschiedenen Prüfinstanzen unter die Lupe genommen. Findest Du die entsprechenden Siegel, kannst Du Dich somit in Sachen Haltbarkeit und Bedienkomfort weitgehend auf der sicheren Seite wähnen. Zu den Organisationen, die Kaffeemaschinen auszeichnen, zählen unter anderem der TÜV Rheinland, der die Produkte mit dem Label "LGA tested Quality" zertifiziert.

Generell solltest Du auf eine übersichtliche Bedienung achten – ob per Touch-Display oder über herkömmliche Taster, ist dabei Geschmackssache. Bei einer Filtermaschine ist ein schwenkbarer Filter unverzichtbar, beim Vollautomaten sowie bei Pad- und Kapselmaschinen ein abnehmbarer Wassertank.

4. Viel- oder Gelegenheitstrinker: Welche Kaffeemaschine passt zu mir?

Für Haushalte, in denen viele Personen zur gleichen Zeit Kaffee trinken, hat sich die Filtermaschine nach wie vor bewährt: Je nach Volumen lassen sich bis zu zwölf Tassen auf einmal aufbrühen.

Ein Vollautomat ist für Haushalte, die viel Kaffee trinken, aber maximal zwei Tassen auf einmal benötigen, eine sinnvolle Anschaffung. Die Kosten für den Automaten amortisieren sich durch den sparsamen Betrieb schnell – zudem ist der Kaffee aromatischer und heiße Milch gibt es gleich dazu.

Trinkst Du nur ab und an eine Tasse Kaffee, kommen Pad- und Kapselmaschinen infrage. Die Maschinen selbst sind in der Anschaffung vergleichsweise günstig, dafür können die Pads beziehungsweise Kapseln stärker an die Brieftasche gehen, wenn Du Vieltrinker bist.

5. Das Wichtigste zu Reinigung und Pflege

Pflegeset für Vollautomaten von Saeco.

Vor allem Vollautomaten sollten täglich gereinigt werden, insbesondere, wenn Du die Milchschaum-Funktion nutzt. Maschinen mit einem automatischen Reinigungsprogramm erleichtern Dir diese Arbeit. In regelmäßigen Abständen solltest Du die Maschine zudem entkalken, damit der Kaffee sein gewohntes Aroma behält. Mit speziellen Reinigungsmitteln wird die Maschine hygienisch sauber – vor allem bei Milchresten genügt heißes Wasser allein in der Regel nicht. Zudem sollte man nicht vergessen, den Satzbehälter täglich zu leeren – hier herrscht Schimmelgefahr, wenn er in der Maschine vergessen wird.

Filtermaschinen, Pad- und Kapselmaschinen sollte man ebenfalls regelmäßig entkalken. Vor dem ersten Kaffee kannst Du die Leitungen mit heißem Wasser reinigen. Lasse dazu die Maschine einmal im Leerlauf arbeiten. Senseo, Nespresso und Co. mit integriertem Milchschäumer solltest Du täglich reinigen. Zu diesem Zweck sind ebenfalls spezielle Reinigungstabletten erhältlich.

6. Zubehör: So machst Du mehr aus Deiner Kaffeemaschine

Praktisches Zubehör für die Siebträgermaschine: der Ausklopfbehälter.

Mehr Komfort und eine einfachere Reinigung – dafür gibt es passendes Zubehör. Ein Ausklopfbehälter etwa erleichtert die anschließende Reinigung und sorgt für eine bessere Hygiene beim Zubereiten von Espresso. Ist Dein Vollautomat nicht mit einem integrierten Milchbehälter ausgestattet, kannst Du ihn für viele Modelle nachkaufen. Siemens bietet beispielsweise ein derartiges Nachrüstsystem an. Externe Milchbehälter sind für viele Kapsel-Systeme erhältlich. Sie lassen sich im Kühlschrank aufbewahren und bei Bedarf anschließen.

Für die Aufbewahrung von Pads und Kapseln kannst Du unterschiedliche Systeme kaufen: Spezielle Halter bieten Platz für 20 und mehr Kapseln, die übersichtlich aufgereiht sind und so nach Geschmacksrichtung sortiert und gewählt werden können.

Tipp: Kaffee-Pads werden idealerweise dunkel und trocken gelagert. Dosen, die exakt auf die Größe der Pads optimiert sind, sind hierfür eine stilvolle Lösung.

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